Umsätze
Für die Auswertungen standen 1.930 Kauffälle zur Verfügung. Insgesamt wurden bebaute und unbebaute Grundstücke im Wert von 215 Millionen Euro umgesetzt. Der Flächenumsatz betrug rd. 8,8 km² und ist um 15% gestiegen. Der Geldumsatz dagegen ist rückläufig und liegt wieder auf dem Niveau von 2006. Die Ursache der gegenläufigen Entwicklung sind u.a. die Verkäufe von Großobjekten und Immobilienpaketen mit hohen Geldbeträgen in 2007, sowie auch die starke Zunahme der Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken in 2008, die in der Regel im unteren Preissegment liegen.
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Wohnbaugrundstücke
Die Anzahl der Verkäufe ist gegenüber dem Vorjahr zwar gleichgeblieben, liegt aber somit immer noch auf niedrigem Niveau. In den bestehenden Baugebieten waren nur sehr wenige Grundstücksverkäufe zu verzeichnen, Baulücken dagegen sind vermehrt gehandelt worden. Es wurden Preise von 21 €/m² (Stemwede) bis 140 €/m² (Bad Oeynhausen) gezahlt. 2/3 der Verkäufe lagen zwischen 45 €/m² und 105 €/m². Ein Wohnbaugrundstück kostete im Durchschnitt 50.000 €. Hinsichtlich des Preisniveaus hat es gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen gegeben. Nur in den mittleren Lagen in den Randgebieten der Gemeinden war ein leichter Rückgang bei den Baulandpreisen festzustellen, die Preisentwicklung liegt somit bei -1%.
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Gewerbliche Bauflächen
Dieser Teilmarkt wird überwiegend von den Städten und Gemeinden bestimmt. Die Erschließung von Gewerbeflächen sowie die spätere Vermarktung der Grundstücke werden in der Regel von den Kommunen vorgenommen. Preise für gewerbliche Bauflächen sind deshalb seit Jahren stabil. Die Preisspanne reichte im Jahr 2008 von 11 €/m² bis 29 €/m². Preisveränderungen waren nicht zu beobachten. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse (31), die fast überwiegend in den zusammenhängenden Gewerbegebieten der Städte und Gemeinden lagen, ist gegenüber den Vorjahren annähernd gleich geblieben. Der Verkauf von gewerblichen Bauflächen bleibt somit weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
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Ein- und Zweifamilienhäuser
Die Nachfrage an freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern ist annähernd gleichgeblieben, Es wurden 609 Erwerbsvorgänge verzeichnet. Je nach Baujahr und Ausstattung sind Preise von 45.000 € bis 345.000 € gezahlt worden. Bei fast der Hälfte der Kauffälle lag der Preis zwischen 100.000 € und 160.000 €. Den Hauptanteil in dieser Preisgruppe bilden Objekte der Baujahre 1950 bis 1974. Neuwertige Objekte bis zu einem Alter von 10 Jahren wurden kaum gehandelt, wie im Vorjahr waren lediglich 36 Erwerbsvorgänge zu verzeichnen. Bei der Mehrzahl der Verkäufe wurden die Sachwerte bei weitem nicht erzielt. Im Marktverhalten hat es kaum Veränderungen gegeben, so dass insgesamt gesehen die Entwicklung der Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser als stagnierend (0%) einzustufen ist.
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Eigentumswohnungen
Die Gesamtanzahl der Verkäufe ist annähernd gleich geblieben. Im Neubaubereich sind nur 32 Verkäufe registriert worden, wovon fast die Hälfte dem Teilmarkt "Betreutes Wohnen" zuzurechnen ist. Die neu erstellten Wohnungen wurden fast ausschließlich in Lübbecke verkauft. Die Preise lagen hier wie im Vorjahr im Durchschnitt bei 1.700 €/m² Wohnfläche. Gebrauchtimmobilien werden hauptsächlich in den Städten Bad Oeynhausen und Lübbecke gehandelt. Die Preise für Weiterverkäufe sind gegenüber dem Vorjahr um 3% gefallen, wobei die Preisentwicklung in den einzelnen Baujahresgruppen leicht differierte. Die Durchschnittspreise im Gebraucht- segment liegen regional auf unterschiedlichem Niveau. Eine zwanzig Jahre alte Eigentumswohnung bei einer mittleren Wohnungsgröße von 80 m² kostete im Durchschnitt 70.000 €.
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Landwirtschaftliche Flächen
Die Anzahl der Verkäufe von reinem Agrarland ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 44% gestiegen. Landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden regional sehr unterschiedlich umgesetzt. Fast 70% der Flächen, ca. 344 ha, wurden in den ländlich strukturierten Gemeinden Petershagen, Rahden und Stemwede veräußert. Die Streuung der Preise von 0,36 €/m² bis 3,84 €/m² liegt überwiegend an der unterschiedlichen Bodengüte. Auch hinsichtlich der Nutzungsart ergeben sich preisliche Unterschiede, so wurden für Ackerland im Durchschnitt 1,90 €/m² und für Grünland 1,44 €/m² gezahlt. Regional marktbeeinflussend waren auch Ankäufe von Investoren aus dem Bereich "Erneuerbarer Energien" sowie die Planung einer Hafenanlage am Mittellandkanal. Die erhöhte Nachfrage führte in diesen Gebieten zu höheren Preisen, wodurch auch der Durchschnittspreis von landwirtschaftlichen Nutzflächen auf 1,80 €/m² anstieg und damit wieder auf dem Preisniveau der 90er Jahre angekommen ist. Kreisweit ergibt sich eine Preissteigerung von 5%.
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Forstwirtschaftliche Flächen
Die Anzahl der Verkäufe liegt mit 44 Kauffällen unter dem Vorjahresniveau. 60% der Flächen wurden in den zusammenhängenden Waldgebieten des Weser- u. Wiehengebirges sowie des Stemweder Berges verkauft. Die gezahlten Preise reichen von 0,35 €/m² bis 2,00 €/m². Diese relativ starke Streuung der Einzelpreise wird überwiegend hervorgerufen durch Art und Güte des Baumbestandes und der Lage der Grundstücke. Mit einem Durchschnittspreis von 1,00 €/m² lag das Preisniveau deutlich über dem Vorjahreswert. Damit hat sich der Trend zu höheren Preisen fortgesetzt. Insbesondere Flächen mit gutem Holzbestand sind gegenüber dem Vorjahr zu höheren Preisen verkauft worden, so dass sich eine Preissteigerung von 10% ergibt.
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Rohbauland (individueller Wohnungsbau)
Nur 8 Erwerbsvorgänge waren zu verzeichnen. Der Flächenumsatz von Rohbauland ist gegenüber dem Vorjahr merklich zurückgegangen und liegt mit rd. 50.000 m² weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. So wurden überwiegend kleine Flächen bis 8.000 m² vermarktet, die in der Regel kostengünstig zu erschließen waren. Die Preise lagen zwischen 10 €/m² und 70 €/m². In Abhängigkeit vom Erschließungsaufwand werden für Rohbauland Preise zwischen 30% und 60% vom Bodenrichtwert (erschließungsbeitragsfreiem Bauland) gezahlt.
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