Kreishaus Minden

Der Gutachterausschuss

für Grundstückswerte

im Kreis Minden-Lübbecke

 

aktueller Grundstücksmarkt

>Umsätze

>Wohnbaugrundstücke

>Gewerbliche Bauflächen

>Ein- und Zweifamilienhäuser

>Eigentumswohnungen

>Landwirtschaftliche Flächen

>Forstwirtschaftliche Flächen

>Rohbauland (indiv. Wohnungsbau)

Symbole

stagnierend

leicht steigend

steigend

fallend

leicht fallend

Bericht 2011

 

 

 

 

 
stagnierend Umsätze

Für die Auswertungen standen 1989 Kauffälle zur Verfügung. Insgesamt wurden Immobilien im Wert von 194 Millionen Euro umgesetzt, der Flächenumsatz betrug rd. 8,2 km². Damit lagen die Anzahl der Verträge und die Umsätze bei den Vorjahreswerten auf dem mittleren Niveau der letzten 10 Jahre. Die Umsatzschwankungen in den Berichtsjahren werden u.a. auch durch die Anzahl der Verkäufe von Großobjekten und Immobilienpaketen mit hohen Geldbeträgen beeinflusst, so dass die vorhandenen Differenzen als normal einzustufen sind. Eine tendenzielle Entwicklung ist nicht zu erkennen.

 

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 stagnierend Wohnbaugrundstücke

Es wurden 236 entgeltliche Erwerbsvorgänge registriert. Die Anzahl der Verkäufe ist gegenüber dem Vorjahr fast gleich geblieben und liegt damit auch weiterhin auf niedrigem Niveau. In den bestehenden Baugebieten waren nur sehr wenige Grundstücksverkäufe zu verzeichnen, Baulücken dagegen sind vermehrt gehandelt worden. Es wurden Preise von 30 €/m² (Stemwede) bis 195 €/m² (Bad Oeynhausen) gezahlt. Über die Hälfte der Verkäufe lagen zwischen 65 €/m² und 95 €/m². Ein Wohnbaugrundstück mit einer mittleren Größe von 700 m² kostete im Durchschnitt 49.000 €. Hinsichtlich der Preisentwicklung hat es gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen gegeben. Merkliche Rückgänge, so wie in den Vorjahren, sind nicht festgestellt worden. Nur vereinzelt wurden niedrigere Preise für Bauland gezahlt. Insgesamt ist die Preisentwicklung als stagnierend einzustufen (0%).

 

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stagnierend Gewerbliche Bauflächen

Dieser Teilmarkt wird überwiegend von den Städten und Gemeinden bestimmt. Die Erschließung von Gewerbeflächen sowie die spätere Vermarktung der Grundstücke werden in der Regel von den Kommunen vorgenommen. Preise für gewerbliche Bauflächen sind deshalb seit Jahren stabil. Die Preisspanne reichte im Jahr 2010 von 3,50 €/m² bis 28 €/m². Die Anzahl der Vertragsabschlüsse (28) ist gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen, bleibt aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Preisentwicklung ist trotz teilweise fallender Preise als "noch stagnierend" (0%) zu sehen.

 

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 Ein- und Zweifamilienhäuser

Die Nachfrage an freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern ist annähernd gleich geblieben, Es wurden 655 Erwerbsvorgänge verzeichnet. Je nach Baujahr und Ausstattung sind Preise von 31.000 € bis 370.000 € gezahlt worden. Bei der Mehrzahl der Kauffälle lag der Preis zwischen 60.000 € und 150.000 €. Den Hauptanteil in dieser Preisgruppe bilden weiterhin Objekte der Baujahre 1950 bis 1970, die im Durchschnitt 108.000 € kosteten. 32 Erwerbsvorgänge entfielen auf neuwertige Objekte bis zu einem Alter von 10 Jahren. In dieser Baujahresklasse kostete das Einfamilienhaus im Durchschnitt 175.000 €. Bei der Mehrzahl aller Verkäufe wurden die Sachwerte bei Weitem nicht erzielt. Insgesamt lagen die Preise unter dem Vorjahresniveau (-3%), in den Altersklassen jedoch waren unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Für neuwertige Objekte wurden annähernd die gleichen Preise wie im Vorjahr gezahlt, dagegen wurde bei Ein- und Zweifamilienhäusern älterer Baujahre nochmals ein merklicher Preisnachlass festgestellt.

 

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 leicht steigend Eigentumswohnungen

Die Gesamtanzahl der Verkäufe ist gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht gestiegen. Eigentumswohnungen werden überwiegend in den Gemeinden Bad Oeynhausen, Lübbecke und Porta Westfalica gehandelt. Im Neubaubereich sind nur vereinzelt Kauffälle registriert worden. Die Preise lagen überwiegend auf dem Vorjahresniveau. Eine neue Eigentumswohnung kostete im Durchschnitt
1.800 €/m². Entgegen den Vorjahren sind gebrauchte Eigentumswohnungen größtenteils zu höheren Preisen gehandelt worden. Die Preissteigerung betrifft überwiegend Objekte der Baujahre 1980 bis 2000. Dagegen zeichnete sich bei älteren Eigentumswohnungen ohne haustechnische und energetische Sanierung ein Preisrückgang ab. Insgesamt gesehen jedoch hat sich die rückläufige Tendenz der letzen Jahre nicht weiter fortgesetzt. Die durchschnittlichen Preise erreichen wieder das Niveau des Jahres 2006. Eine 20 Jahre alte Eigentumswohnung mit einer mittleren Wohnungsgröße von 80 m² kostete im Durchschnitt 80.000 €.

 

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leicht steigend Landwirtschaftliche Flächen

Die Anzahl der Verkäufe von reinem Agrarland ist gegenüber dem Vorjahr um
rd. 10% gefallen, liegt aber immer noch über dem Durchschnitt der Vorjahre. Für landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden Preise von 0,29 €/m² bis
3,50 €/m² gezahlt. Diese starke Streuung ist überwiegend in der unterschiedlichen Bodengüte begründet. Aber auch hinsichtlich der Nutzungsart ergeben sich preisliche Unterschiede, so wurden für Ackerland im Durchschnitt
1,95 €/m² und für Grünland 1,36 €/m² gezahlt. Hinsichtlich der Preisentwicklung hat es kaum Bewegung gegeben. Im Kreisgebiet ist Grünland überwiegend zu Vorjahrespreisen gehandelt worden, für Ackerland wurden vor allem im Nordkreis höhere Preise registriert, so dass sich insgesamt eine leichte Preissteigerung von 1% ergibt.

 

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 stagnierend Forstwirtschaftliche Flächen

Die Anzahl der Verkäufe liegt mit 49 Kauffällen im Durchschnitt der letzten Jahre. Der größte Teil der Flächen wurde in den zusammenhängenden Waldgebieten des Wiehen- und Wesergebirges sowie des Stemweder Berges verkauft. Die gezahlten Preise reichen von 0,55 €/m² bis 1,93 €/m². Diese relativ starke Streuung der Einzelpreise wird überwiegend hervorgerufen durch Art und Güte des Baumbestandes und die Lage der Grundstücke. Aber auch regionale Marktunterschiede waren zu verzeichnen. So lag der Preis für den Bereich "Stemweder Berg" im Durchschnitt bei 1,30 €/m², während im Wesergebirge im Mittel 0,80 €/m² gezahlt wurden. Im Preisniveau hat es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen gegeben. Damit hat sich der Trend zu höheren Preisen nicht fortgesetzt.

 

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  Rohbauland (individueller Wohnungsbau)

Nur vier Erwerbsvorgänge waren zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr ist allerdings eine leichte Belebung dieses Teilmarktes zu spüren. Auch sind wieder größere Flächen (ab 5000 m²) gehandelt worden, allerdings zu niedrigeren Preisen. In Abhängigkeit vom Erschließungsaufwand wurden für Rohbauland in den letzten Jahren Preise bis 60% vom Bodenrichtwert (erschließungsbeitrags- freiem Bauland) gezahlt.

 

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